In guten Händen bei fortschreitendem Prostatakrebs

So wichtig Ihr persönliches Umfeld für emotionale Stabilität im Alltag ist, so wichtig ist auch ein gutes medizinisch-wissenschaftliches Team für die Prognose Ihrer Prostatakrebs-Erkrankung. Von Ihren ärztlichen Ansprechpartnern rund um die Behandlung, über die Experten im Bereich der Diagnose bis hin zur Beratung zu Ernährung oder Bewegung: Im Folgenden stellen wir Ihnen die Menschen vor, die ihr Bestes für Ihre Gesundheit geben.

Behandlungsteam

  • Urologe: Ein Urologe ist in Facharzt, der darauf spezialisiert ist, Krankheiten zu behandeln, die im Zusammenhang mit dem Harntrakt und den Geschlechtsorganen des Mannes stehen. Da auch die Prostata zu den Geschlechtsorganen gehört, spielt der Urologe eine wesentliche Rolle bei der Behandlung von Männern mit Prostatakrebs. Der Urologe steht Ihnen während des gesamten Zeitraums der Behandlung zur Seite. Er führt zudem spezielle chirurgische Eingriffe, wie z.B. Operationen der Prostata durch und verordnet Medikamente zur Behandlung von Prostataerkrankungen.
  • Onkologe: Ein Onkologe ist ein Facharzt für Krebserkrankungen. Ebenso wie Urologen können Onkologen eine Reihe von medikamentösen Behandlungen anbieten, die geeignet sind, den Krebs, wo auch immer dieser im Körper lokalisiert ist, zu bekämpfen.
  • Strahlentherapeut oder Radioonkologe: Ein Strahlentherapeut ist darauf spezialisiert, Strahlung zur Behandlung von Krebs einzusetzen. Zu dieser Art von Therapie gehört es, die Verbreitung der Erkrankung zu therapieren, zu hemmen oder Schmerzen zu lindern, die im Zusammenhang mit dem Krebs stehen.
  • Nuklearmediziner: Nuklearmediziner setzen Strahlen zur Diagnostik aber auch zur Behandlung von Krebs ein. Zur Diagnosefindung arbeiten sie mit spezieller Bildgebung, die Aufschluss über die Lage eines Tumors geben. Mit Hilfe der so genannten Knochenszintigraphie („Knochenscan“) zum Beispiel untersuchen Nuklearmediziner das Skelett auf Knochenmetastasen. 
  • Hausarzt (praktischer Arzt/ internistischer Hausarzt/ Facharzt für Allgemeinmedizin): Der so genannte Hausarzt ist häufig die erste Anlaufstelle bei unklaren Beschwerden. Dabei kann es sich um Ihren „Familienarzt“ handeln, der Ihnen dabei hilft, all das bereit zu stellen, was für eine weitere Betreuung, wie zum Beispiel Überweisungen zu Fachärzten, notwendig ist. 

 

Diagnoseteam

Das Diagnoseteam unterstützt Ihren behandelnden Arzt bei der Diagnosestellung.

  • Pathologe: Der Pathologe ist darin geschult, verschiedene Krebsarten zu identifizieren und zu klassifizieren. Üblicherweise wird bei der Analyse von Gewebeproben ein Mikroskop eingesetzt. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind entscheidend für die Festlegung der Krankheit und deren Aggressivität.
  • Radiologe: Radiologen verwenden eine Reihe medizinischer Verfahren zur Bildgebung wie Röntgen, Computertomographie (CT)-Scans, Magnetresonanztomographie (MRT) und Ultraschall. Ihre Erkenntnisse helfen dabei, eine genaue Aussage über die Ausbreitung einer Reihe von Krebsarten zu treffen.

 

Betreuer

  • Onkologische Fachkrankenschwester: Fachkrankenschwestern arbeiten nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in niedergelassenen Arztpraxen und Strahlungseinrichtungen. Sie sind besonders darin geschult, den körperlichen und emotionalen Zustand von Patienten zu überwachen und nehmen die Rolle eines Bindeglieds zwischen Patient und Arzt ein.

 

Weitere Unterstützung und Beratung

  • Ernährungswissenschaftler: Ein Ernährungswissenschaftler, auch Diätassistent, kann Ihnen dabei helfen, Nahrungsmittel so auszuwählen, dass Ihr allgemeines Wohlbefinden und Ihre Widerstandskraft verbessert werden. Spezielle Ernährungstipps können sogar bestimmte Nebenwirkungen einer Behandlung verringern.
  • Psychiater und Psychoonkologen: Sind Ärzte oder Psychologen, die unter anderem Angstzustände und Depressionen behandelt, die bei Patienten mit Krebs auftreten können. Sie haben die Qualifikation, Patienten dabei zu unterstützen, sich auf das Leben während und nach dem Krebs einzustellen, und können, falls notwendig, Medikamente verschreiben.
  • Physiotherapeut: Ein Physiotherapeut hilft Menschen mit Krebs, die Widerstandskraft, Mobilität und Körperkontrolle wiederherzustellen oder aufrechtzuerhalten. Physiotherapeuten können dabei behilflich sein, mit den Nebenwirkungen der Behandlung umzugehen.
  • Apotheker: Ein Apotheker ist dafür zuständig, dass Sie das richtige Medikament erhalten. Er berät Sie und beantwortet Fragen zur Einnahme von Medikamenten und ihren möglichen Nebenwirkungen aber auch über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
  • Schmerztherapeuten: Schmerztherapeuten können Ärzte verschiedener Fachrichtungen sein, welche sich auf die Behandlung von Schmerzen spezialisiert haben. In der Regel haben diese eine zusätzliche Weiterbildung zur sog. "Speziellen Schmerztherapie" absolviert. Unter einer "Schmerztherapie" fällt ein breites Spektrum an Maßnahmen, welche zur Verbesserung der Lebensqualität, Funktion und Schmerzreduktion beitragen können.
  • Palliativmediziner: Palliativmediziner haben eine Zusatzweiterbildung in Palliativmedizin. Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer fortschreitenden Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Ziele der Palliativmedizin sind der Erhalt der Lebensqualität und die Beseitigung von Schmerzen oder anderen Begleiterscheinungen der Erkrankung. 
  • Sonstige: Es gibt noch andere Spezialisten, die Krebs behandeln oder dabei helfen, die Symptome auf andere Weisen zu lindern. Die Methoden dieser Spezialisten können Naturheilkunde (Kräuter, Vitamine, etc.) und Akupunktur für die Schmerztherapie umfassen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob eine dieser zusätzlichen Behandlungsarten für Sie geeignet ist.