Gesundes Weihnachtsessen bei Prostatakrebs

Sind Braten, Plätzchen und Co. erlaubt?

Die Adventszeit und Feiertage warten mit allerlei Leckereien von süß bis deftig auf. Nicht gerade leichte, gesunde Kost für Prostatakrebs-Patienten. Wir geben Inspiration, wie das weihnachtliche Festessen magenschonend, nährstoffreich und trotzdem lecker gestaltet werden kann, damit (Prostata-)Krebserkrankte ein besinnliches, leckeres Weihnachten verbringen können. 

 

Ausnahmen sind erlaubt!

Grundsätzlich gilt: Verbieten Sie sich nicht alles. Ausnahmen sind auch mal drin. Ein einziges Mahl entgegen der Ernährungsempfehlungen bei Prostatakrebs ist in der Regel nicht ausschlaggebend. 

wertvoll-er.de - Blogbeitrag "Weihnachtlich schlemmen" mit Prostatakrebs

Wenn aus medizinischer Sicht keine Einwände bestehen, steht einem leckeren Festessen an Heiligabend nichts im Wege. Jedoch kommt es – wie so oft – auch hier auf die Menge an: Die Adventszeit wird häufig genutzt, um Plätzchen zu backen, Süßes zu naschen und Glühwein zu trinken.

Auf Dauer kann eine unausgewogene, nährstoffarme Ernährung dem Körper schaden – das Immunsystem und der Organismus arbeiten z.B. nicht im benötigten Maße und das Energielevel sinkt. Darunter sollten die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Betroffenen nicht leiden.

 

Es gibt Möglichkeiten, die Adventszeit lecker und gleichzeitig gesund zu gestalten. Anstelle von Plätzchen können beispielsweise Pralinen aus getrockneten Früchten, Nüssen und weihnachtlichen Gewürzen selbstgemacht werden. Diese sind nicht nur reich an Nährstoffen und gesunden Fetten, sondern schmecken köstlich. 

Auch Glühwein lässt sich durch warme Fruchtsäfte (ggf. mit Wasser verdünnt) mit Zimt, Kardamom und Nelken gut ersetzen. Wer nicht auf herkömmliche Weihnachtsleckereien verzichten möchte, kann auch sogenannte „Cheatdays“ einführen, also vereinzelte Tage, an denen Schlemmen erlaubt ist. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, sich an den Adventssonntagen Ausnahmen zu genehmigen und alle kulinarischen Vorzüge der Weihnachtszeit zu genießen. 

 

Festessen gesund gestalten

Unser Körper gewöhnt sich schnell an Diäten – das wird bei der Festmahl-Planung häufig vergessen. Die Verträglichkeit von bestimmten Lebensmitteln wie etwa Milchprodukten, kann sich damit verändern. Um Blähungen, Durchfall oder andere unangenehme Reaktionen des Körpers zu vermeiden, lohnt es sich, auf gewohnte Lebensmittel zurückzugreifen. Inspiration für ein besonderes Weihnachtsmenü, das für (Prostata-)Krebspatienten geeignet ist, gibt es zu Haufe im Internet (Vorschläge s.u.).

 

Weihnachten im Krankenhaus

Betroffene leiden während einer Chemo- oder Strahlentherapie oder kurz nach einer Operation häufig an Appetitlosigkeit oder Übelkeit. Fällt eine solche Behandlung genau auf die Feiertage, ist ein klassisches Weihnachtsmenü nicht unbedingt das Richtige für sie. Die Krankenhäuser sind zum Glück meist darauf eingestellt und bieten ihren Patienten magenschonende Weihnachtskost an. Wer dem Prostatakrebs-Erkrankten trotzdem eine Freude machen und ihm ein selbstgekochtes Weihnachtsessen ins Krankenhaus bringen möchte, sollte sich beim Klinikpersonal erkundigen und klären, welche Lebensmittel geeignet sind. Ein schönes Weihnachtsfest lässt sich im Krankenhaus alternativ auch ohne ein großes Festmahl gestalten. Dekoration und stimmungsvolle Weihnachtsmusik sorgen für eine wohlige Atmosphäre – und das Wichtigste für den Erkrankten sind ohnehin seine Angehörigen, die zu Besuch kommen und ihm Trost und Zuversicht spenden. Vergessen Sie nicht, vorab zu klären, wie die Besuchsregelungen über die Feiertage gestaltet sind.

 

Weihnachtsessen und Arzneimittel – was muss beachtet werden?

Während der Prostatakrebs-Therapie müssen häufig verschiedene Medikamente eingenommen werden. Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die ihre Wirkung beeinträchtigen oder Arzneimittel sogar gänzlich unwirksam werden lassen. Es sollte also auch in der Weihnachtszeit darauf geachtet werden, auf diese Produkte zu verzichten. Lebensmittel, die Einfluss auf Medikamente haben können, sind beispielsweise Milchprodukte, bitterstoffhaltige Zitrusfrüchte wie Grapefruits oder Pomelos, außerdem Kaffee, Tee und Sojaprodukte, sowie alkoholhaltige Getränke und Speisen. Prostatakrebs-Patienten und ihre Angehörigen sollten mit dem behandelnden Arzt abklären, was in ihrem Fall erlaubt ist und was nicht.

 

Weihnachten genießen – auch mit Prostatakrebs

Die (Prostata-)Krebserkrankung sollte Betroffene nicht davon abhalten, ein besinnliches Weihnachtsfest zu feiern. Die Feier ist nicht abhängig von Leckereien wie Plätzchen oder einem deftigen Weihnachtsmenü. Es zählt vielmehr die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden, die das Fest der Liebe ausmachen. Patienten können diese besinnlichen Momente auch für sich nutzen und mit ihren Liebsten ihre ganz persönlichen Wünsche oder auch Sorgen und Ängste teilen. Nur so kann das direkte Umfeld unterstützen und zu mehr Wohlbefinden beitragen. Was für viele an Weihnachten am meisten zählt: Familie und Freunde um sich haben.
 

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2014/news89.php 

 

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